Vegane Ernährung: Ihre ethische & ökologische Begründung

 

Liebe Freunde von Soyana                          Januar 2018

Jeder Mensch entwickelt sich in seinem Bewusstsein weiter, manchmal unmerklich, bis etwas geschieht, das uns plötzlich unser normales bisheriges Verhalten in einem neuen Licht erscheinen lässt. Wie mit einem Scheinwerfer beleuchtet betrachten wir uns neu mit einem gewachsenen Bewusstsein und finden, dass wir etwas an uns erneuern sollten. Was gestern noch völlig in Ordnung war, finden wir jetzt nicht mehr zu uns passend, ob das jetzt Kleider sind oder wie wir essen oder Freunde oder unsere Arbeit, wir verändern uns.
Einer wachsenden Anzahl von Menschen passiert so etwas heute mit ihrem ethischen Empfinden. War es beim Essen für mich früher nur wichtig, wie etwas geschmeckt hat, wurde es mir plötzlich wichtig, was ich da vor mir auf dem Teller liegen hatte.  Woher kommt das? Wie wurde das angebaut? Wie wurde es behandelt? Was hat es erlebt? Was für ein Leben hat das hinter sich? Tut mir das gut? Ist das gut für meine Kinder? Wie wirkt das auf die Menschen, die Tiere, die Natur, die Zukunft?
Jeder Mensch hat wieder ein etwas anderes Schlüsselerlebnis, das ihn dann zu einem bewussteren Essen bringt. Bei mir war es 1971 das Erlebnis beim Besuch eines Bauern eines eben geborenen Kalbes, das von der Mutter weggenommen wurde, die herzzerreissend nach ihrem Kind schrie. So erlebte ich persönlich das tiefe Leid dieser hochentwickelten Säugetiere und erkannte, dass hier eigentlich ein Kinderraub stattfand, gegen den sich mein ganzes Empfinden auflehnte.
Da man heute nicht einfach so zu einem Besuch bei einem Bauern kommt, bei dem gerade entscheidende Dinge passieren, können uns Dokumentarfilme wichtige Tatsachen und Erlebnisse vermitteln, ohne die wir uninormiert und unbewusst einkaufen und essen würden. Erst in den letzten Jahren sind immer bessere Dokumentarfilme von einfühlsamen ReporterInnen erschienen, die uns den
Zusammenhang mit unseren Lebensmitteln bewusst machen können und die uns erlauben, hinter die Kulissen einer gut geölten Produktionsmaschine blicken lassen.
Obwohl das Internet voller solcher Filme ist, möchte ich Ihnen hier ein paar gute Beispiele zeigen, die die amerikanische Aktivistin Erin Janus aus eigenem Antrieb und aus tiefer Überzeugung gemacht hat. Sie zeigt uns Dinge, die man noch selten so gesehen hat, und sie kommentiert sie auf so zivilisierte, liebevolle und amüsierte Art und Weise, dass man wirklich genau und schnell über wichtige Dinge informiert wird und sich dabei immer respektoll und angenehm behandelt fühlt. Man hört ihr wie einer guten Freundin gerne zu, auch wenn es entsetzliche Dinge sind, die sie uns erzählen muss. Sie finden diese Links gleich anschliessend.
Auch in der Schweiz gibt es einen Pionier, der mit dem Einsatz seines ganzen Lebens die Bevölkerung auf Missstände in der Tierhaltung aufmerksam gemacht hat: Erwin Kessler und sein Verein gegen Tierfabriken (VgT). Viele Jahre schwer bekämpft, hat er sich den Respekt von zuständigen Amtsstellen erkämpft, oft auch gezwungenermassen vor Gericht. Ihm und seiner mutigen Schar von AktivistInnen ist es zu verdanken, dass Tierschutzgesetze bereits mehr beachtet werden. Aber am Beispiel seines unermüdlichen und heroischen Kampfes kann man auch sehen, dass die Schrecken für Tiere und Menschen wohl erst dann enden werden, wenn die Nachfrage nach pflanzlichen Lebensmitteln die industrielle Tierhaltung überflüssig werden lassen. Und um diese Entwicklung zu fördern, arbeiten wir mit den Teams von Soyana und dem SACRED Restaurant an einem breiten Sortiment von pflanzlichen BioLebensmitteln, die geschmacklich so fein, qualitativ so hochwertig, gesundheitlich so wertvoll und auch ethisch so erfreulich und voller positiver Energie sind, dass mit der Zeit tierische Lebensmittel für viele Menschen ganz einfach unnötig werden.

Wir danken Ihnen, liebe Pioniere unter den Konsumentinnen, ganz herzlich dafür, dass Sie uns diese Arbeit ermöglichen!

A.W.Dänzer
Leiter von Soyana und Autor des Buches “Die unsichtbare Kraft in Lebensmitteln, Bio und Nichtbio im Vergleich”

Hier eine kleine Auswahl von ethisch motivierenden Dokumentarfilmen von Erin Janus:

(in englischer Sprache und über amerikanische Verhältnisse, die allerdings so grundsätzlich anders nicht sind)

DAIRY IS SCARY! The industry explained in 5 minutes, by Erin Janus
MOLKEREIPRODUKTE SIND UNHEIMLICH! Die Milchindustrie in 5 Minuten erklärt, von Erin Janus

What’s Wrong With Eggs? The Truth About The Egg Industry, by Erin Janus
Was ist los mit Eiern? Die Wahrheit über die Eierindustrie, von Erin Janus

Von der Würde der Tiere, einer der Top-Beiträge aller Zeiten im Nachrichten-Magazin KenFM

Von Dirk C. Fleck
„Weh dem Menschen, wenn nur ein einziges Tier im Weltgericht sitzt“. – Christian Morgenstern (1871 – 1914)

Selten habe ich solche Schwierigkeiten gehabt, mich einem Thema sprachlich anzunähern, wie diesem, obwohl es in meinem Herzen tief verankert ist. Für das Leid der Tiere fehlen mir die Worte. Natürlich könnte ich von ihren unsäglichen Qualen berichten, ich könnte mit anklägerischer Attitüde auf das hinweisen, was ihnen mitten unter uns Tag für Tag millionenfach angetan wird, aber ich habe nicht mehr die Kraft dazu, es würde mich innerlich zerreißen….

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