fbpx

Wissenschaftliche Hintergrund-Informationen zur Kurkuma-Wurzel

Wissenschaftliche Hintergrund-Informationen über Kurkuma-Wurzeln und ihr gesundheitlicher Nutzen

Dr. med. Sergiy Kvasnik, leitender Chirurg und Ernährungsberater
Aktualisiert: 31. August 2020

Es freut mich, einige wichtige Punkte über wissenschaftlich nachgewiesene Fortschritte im Zusammenhang mit Kurkuma hervorzuheben.
Als auf Verdauungsorgane und Onkologie spezialisierter Chirurg habe ich im Laufe der Jahre Tausende von Operationen an diesen lebenswichtigen Organen durchgeführt. Die medizinischen Teams haben sich viel Mühe gegeben, aber tatsächlich war ein chirurgischer Eingriff immer nur die zweitbeste Lösung für fortgeschrittene Fälle. Die Patienten hätten die meisten dieser Krankheiten durch bloße Änderungen ihres Lebensstils vermeiden können, wenn sie rechtzeitig gehandelt hätten. Dies verlagerte mein Interesse auf den Bereich der Präventivmedizin und Ernährung, die es ermöglichen, Menschen in viel größerem Maße zu helfen. Jetzt freue ich mich, einige meiner wissenschaftlich gut erforschten Entdeckungen mit Ihnen teilen zu können, die zu einer guten Gesundheit und einem krankheitsfreien Altern beitragen können.

Hier geht es darum, dass es gelungen ist, ein natürliches Bio-Kurkuma-Püree zu kreieren, indem die innovative Verarbeitung so weit gebracht wurde, dass die natürliche und unerhitzte Kurkuma-Wurzel dem Verbraucher in ihrer ursprünglichen Form als köstliches Lebensmittel direkt und vollwertig zur Verfügung steht. Die gute wissenschaftliche Nachricht ist, dass Kurkuma als ganze natürliche Wurzel nicht nur ein Nahrungsmittel ist, sondern gleichzeitig auch das Immunsystem äußerst wirksam stärkt. Um es gleich vorwegzunehmen: Die neuere wissenschaftliche Forschung zeigt, dass die Natur die Kunst der Nährstoffaufnahme in der Darmflora (im Mikrobiom) meisterhaft beherrscht. Allerdings nicht genau so, wie es der Verstand des Menschen erwartet hätte. Diesem Thema gehen wir hier nun nach.
Es ist eine große Freude, tief in die neueren wissenschaftlichen Erkenntnisse über Kurkuma einzutauchen, denn Kurkuma ist ein wunderbares Geschenk der Natur.

Überblick über das Thema
Kurkuma wurde seit mehr als 5000 Jahren aufgrund seiner erstaunlichen gesundheitsfördernden Eigenschaften sicher und effektiv eingesetzt. Die schlechte Absorption durch die Darmbarriere in den Blutkreislauf und der schnelle Abbau von Curcumin in der Leber führten jedoch hauptsächlich zum Weg der Isolierung von Curcumin als Wirkstoff aus Kurkuma und zur Suche nach einer Verbesserung der systemischen* Bioverfügbarkeit der Curcumin-Formulierungen.

Da die Forschung im Mikrobiom jedoch eine große Anzahl von Aktivitäten entdeckte, die mit Hilfe von Billionen von Gast-Mikroorganismen stattfinden, deuten neuere Studien stark darauf hin, dass die vorteilhaften Eigenschaften von Kurkuma auch durch bakterielle enzymatische Modifikationen im Mikrobiom erreicht werden. Die Bildung von pharmakologisch aktiven Metaboliten im Mikrobiom können noch häufiger entstehen als jene durch Curcumin im Blutkreislauf. Darüber hinaus hat die vorliegende Forschung noch nicht alle Wege aufgezeigt, wie einige hundert Substanzen aktiv werden, die vom Mikrobiom produziert werden. Dem Körper stehen hierfür prinzipiell zwei Wege zur Verfügung: Entweder durch Transport durch die Darmwände in den Blutkreislauf oder durch Senden von Nachrichten über die Darm-Gehirn-Achse und über das enterische Nervensystem (ENS) an das Gehirn. Diese Frage wird sicherlich in der weiteren Forschung geklärt.

Es gibt gültige Hinweise darauf, dass die regelmässige Einnahme von Kurkuma als Lebensmittel ein verlässlicher Weg für eine ganze Reihe von gesundheitlichen Wirkungen ist. Kurkuma interagiert mit dem Mikrobiom als Vollspektrum-Antioxidans, als wirksamer Immunmodulator, als Anti-Krebsmittel, als entzündungshemmendes und neuroprotektives Mittel ohne Nebenwirkungen.

* Systemisch bedeutet, den ganzen Körper oder mehrere Organe betreffend. In Bezug auf Kurkuma können zwei Arten der systemischen Wirkung in Betracht gezogen werden: direkte Darmabsorption von Curcuminpartikeln in den Blutkreislauf (1) und / oder Absorption von Curcumin-Metaboliten, die vom Darmmikrobiom produziert werden (2).


Ein Konzept von Kurkuma:
Direkte systemische* Bioaktivität vs. Wirkung über das Mikrobiom?

(* Im obigen Titel bedeutet direkte systemische Bioaktivität die Absorption von isoliertem Curcumin in den Blutkreislauf.)

Kurkuma ist ein gebräuchlicher Name für die Wurzel der Pflanze Curcuma longa, die im alten Ayurveda und in der traditionellen chinesischen Medizin beschrieben wurde. Sie hat drei Hauptwirkstoffe:
(1) Curcumin (Diferuloylmethan, das für die gelbe Farbe von Kurkuma verantwortlich ist),
(2) Demethoxycurcumin und
(3) Bisdemethoxycurcumin
Zusätzlich enthält sie flüchtige Öle wie Tumeron, Atlanton und Zingiberen, die eine gewisse pharmakologische Aktivität aufweisen. Außerdem sind in Kurkuma auch etwas Zucker, Proteine ​​und Harze enthalten. Um es den Lesern in unserem Artikel einfach zu machen, werden wir den gebräuchlichen Namen Kurkuma und auch dessen Hauptbestandteil Curcumin in Bezug auf physiologische Prozesse verwenden.
Kurkuma wurde aufgrund seiner erstaunlichen und bekannten gesundheitlichen Eigenschaften seit über 5.000 Jahren sicher und effektiv eingesetzt. Heutzutage gibt es ein großes Interesse an dieser Wurzel, die traditionell als Gewürz verwendet wird. Es hat seine entzündungshemmende, immunmodulierende, antioxidative, anti-krebswirksame, chemopräventive, antibakterielle, antimykotische, antivirale und hepatoprotektive sowie knorpelschützende Wirkung bewiesen. Seine Fähigkeit, kardiovaskuläre und neurodegenerative Erkrankungen zu verbessern, wurde in umfassenden Studien gut erforscht.[1, 2, 3, 4, 5] Darüber hinaus hat Kurkuma praktisch keine Nebenwirkungen, abgesehen von sehr seltenen Fällen von hoher Empfindlichkeit / Allergien und Einschränkungen bei einigen wenigen Erkrankungen.
Interessanterweise ist Kurkuma trotz seiner nachgewiesenen gesundheitlichen Wirkung ein Rätsel für die zeitgenössische Wissenschaft als „goldenes Gewürz mit erstaunlichen heilenden Eigenschaften und … schlechter Bioaktivität“, vor allem aufgrund seiner Unlöslichkeit in Wasser, schlechten Absorption, geringen Bioverfügbarkeit und langsamen Aufnahme durch Zellen, seinem schnellen Stoffwechsel innerhalb der Zellen und schließlich aufgrund seiner schnellen Ausscheidung in der Leber.[1] Mit anderen Worten, die Wissenschaft bemüht sich, die genauen Wege und Mechanismen der wirksamen Aktivität von Kurkuma zu finden.
Die Forscher und Hersteller scheinen sich hauptsächlich auf die Möglichkeiten zu konzentrieren, die systemische* Bioverfügbarkeit der Curcumin-Formulierungen zu verbessern, damit Curcumin die Lumenmembran des Darms durch verschiedene Mechanismen wie passive Diffusion oder aktiven Transport passieren kann.

(* Im obigen Satz bedeutet systemische Bioverfügbarkeit die Absorption von isoliertem Curcumin in den Blutkreislauf.)

Bei Versuchen, die Bioverfügbarkeit von Curcuminpartikeln im Blutkreislauf zu verbessern, wurden verschiedene Strategien untersucht, wie PLGA-Curcumin, liposomales Curcumin, kombiniertes Curcumin und Piperin. Trotz der erhöhten Bioverfügbarkeit von Curcumin in verschiedenen Versuchsmodellen mit diesen Strategien scheinen diese innovativen Produkte keine signifikant stärkere gesundheitliche Wirkung erzielt zu haben.[6]
Gleichzeitig geben Forschungen zu, dass die Mechanismen des Curcumin-Metabolismus noch wenig verstanden werden und die gesundheitsfördernden Vorteile von Curcumin durch seine direkte Absorption nur teilweise erklärt werden können.

    Was macht Kurkuma dann so stark, wenn seine Bioverfügbarkeit so schlecht ist?

Mehrere Berichte legen nahe, dass eine geringe Bioverfügbarkeit von Curcumin kein Problem darstellen sollte.[6] Ihre Beobachtungen deuten darauf hin, dass die Natur bereits einen weiteren Prozess zur Freisetzung des Potenzials der ganzen Kurkuma-Wurzel für ihre erfolgreiche und ungehinderte Verwendung für die menschliche Gesundheit bereitgestellt hat, und dies ist das normale Verdauungsverfahren im Darm.[6]

Es gibt klinische Beweise dafür, dass Kurkuma beim Menschen vorteilhafte Eigenschaften hat, ohne in bioaktiven Konzentrationen in den Blutkreislauf aufgenommen zu werden. Bekanntlich ist der Darm das größte Immunorgan im Körper und auch eine Wohnung für Billionen von Mikroorganismen, die zusammen als Mikrobiom bekannt sind. Die Homöostase dieser großen mikrobiellen Biomasse ist Voraussetzung für die Erhaltung der Gesundheit des Wirts.[7] Das Mikrobiom spielt eine wichtige Rolle beim Metabolismus verschiedener Chemikalien und Xenobiotika durch Hydrolyse, Dehydroxylierung, Desamidierung, Decarboxylierung und Reduktion von Azidgruppen.[8]
Die Ergebnisse verschiedener Studien zeigen, dass Curcumin als fördernder Faktor für Wachstum, Proliferation (starke Vermehrung) oder Überleben für nützliche Mitglieder des Mikrobioms wirken kann.

Das Mikrobiom spielt eine wichtige Rolle beim Metabolismus und der Bioumwandlung von Curcumin in eine Reihe von Kataboliten [9], die für die mehrfache systemische Wirkung von Curcumin verantwortlich sein könnten.
Somit besteht eine Diskrepanz zwischen der gut dokumentierten therapeutischen Wirkung von Curcumin und seiner schlechten Bioverfügbarkeit. Der mögliche Grund ist, dass Curcumin nach oraler Einnahme direkte regulatorische Wirkungen hauptsächlich im Mikrobiom haben könnte und „Curcumin bakteriellen enzymatischen Modifikationen unterliegt und diese pharmakologisch aktivere Metaboliten bildet als Curcumin selbst“.[10]
Hier zeigen neuere Forschungen eine vielfältige Verarbeitung im Mikrobiom der in der Kurkuma-Wurzel vorhandenen natürlichen Substanzen. Es gibt starke klinische Beweise dafür, dass Kurkuma beim Menschen vorteilhafte Eigenschaften hat, ohne dass es in bioaktiven Konzentrationen in den Blutkreislauf absorbiert wird.

Biochemiefabrik im Mikrobiom

Billionen von Mikrobiom-Mikroorganismen bilden eine biochemische Fabrik in unserem Darm, die in der Lage ist, die Substanzen der Kurkuma-Wurzel in funktionelle Wirkstoffe umzuwandeln, die Hunderte von bioaktiven Metaboliten produzieren, die ihren Einfluss auf die verschiedenen Zielorgane einschließlich des Immunsystems, der Neurostrukturen, Leber, Nieren usw. ausüben.
Alle menschlichen Schleimhautoberflächen sind mit einer vielfältigen mikrobiellen Gemeinschaft bedeckt, die hauptsächlich aus Bakterien besteht, aber auch Viren, Pilze, Archaeen und Protozoen umfasst.[11] Die außergewöhnlich komplizierte und reichlich vorhandene mikrobielle Gemeinschaft bewohnt den Magen-Darm-Trakt mit 100 Billionen Bakterien, die bemerkenswert 10- bis 100-mal so groß sind wie die Menge an eukaryotischen Zellen.[12] Studien liefern starke Hinweise auf eine direkte Beteiligung des Mikrobioms an mehreren Krankheitsverläufen, und es wurde gezeigt, dass die Inzidenz und die Schwere der Erkrankung durch eine Verbesserung des Mikrobioms als „Auslöser“ für das Fortschreiten der Erkrankung signifikant verringert werden.[13] Verschiedene homöostatische Funktionen des menschlichen Körpers könnten aufgrund einer Darmdysbiose gestört sein, und dies hängt zunehmend mit verschiedenen Krankheiten zusammen, darunter Infektionskrankheiten, Diabetes, Fettleibigkeit, Krebs, allergisches Asthma und Autoimmunerkrankungen.[14] Das Mikrobiom ähnelt einem endokrinen Organ, das im Gegensatz zu anderen endokrinen Systemen, die einen einzelnen oder höchstens eine kleine Anzahl von humoralen Wirkstoffen absondern, Hunderte von Produkten produziert. Diese biochemische Kapazität ergibt sich aus der Vielzahl von mikrobiellen Zellen mit einem ungefähren Gewicht von 1 bis 2 kg bei einem durchschnittlichen Erwachsenen.[15]

Das Paradox zwischen der schlechten systemischen Bioverfügbarkeit von Kurkuma im Blutkreislauf und seinen weit verbreiteten pharmakologischen Wirkungen könnte daher durch direkte regulative Wirkungen von Kurkuma auf das Mikrobiom erklärt werden.[16]

Das Gewicht der menschlichen Nieren beträgt ca. 300 g.
Das ungefähre Gewicht des Mikrobioms beträgt bei einem durchschnittlichen Erwachsenen 1 bis 2 kg.
Und dieses „Organ“ produziert Hunderte von biochemischen Produkten, um unsere Gesundheit zu erhalten.

Daher müssen wir uns möglicherweise nicht auf die Absorption von Curcumin für eine direkte systemische Aktivität über den Blutkreislauf konzentrieren, sondern auf die Art und Weise, wie unser Mikrobiom die natürlich zugeführten Substanzen verwendet. Dies bedeutet, dass die einfache Einnahme von Kurkuma als Lebensmittel ausreicht. Indem wir es unserem Körper in seiner vollwertigen und unerhitzten natürlichen Güte vollständig zur Verfügung stellen, können wir am besten dienen, die natürliche Wirkung der Kurkuma-Wurzel in unserem Körper zu steigern. Wenn alle seine natürlichen Komponenten Milliarden von „Fabrikarbeitern“ in unserem Mikrobiom zur Verfügung stehen, haben wir seine hoch eingeschätzten Fähigkeiten am besten genutzt, um für uns bekannte und noch unbekannte gesundheitliche Vorteile zu erbringen.

Heute nehmen neu auftretende New-Age-Krankheiten wie IBD (Inflammatory Bowel Disease, Entzündliche Darmerkrankung), rheumatoide Arthritis, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und metabolisches Syndrom stetig zu. Fast alle der oben genannten Krankheiten sind durch lokale und systemische niedriggradige chronische oder subklinische Entzündungen gekennzeichnet, die über die Wechselwirkung zwischen dem mukosalen Immunsystem des Wirts und dem Mikrobiom ihren Ursprung im Darm haben.[7]

Hippokrates (460-370 v. Chr.) erklärte: „Alle Krankheiten beginnen im Darm“.

Auswirkungen von Kurkuma auf das Mikrobiom

Kurkuma kann durch Arbeiten am Mikrobiota im Darm wirksam sein. Die Hauptbestandteile von Kurkuma, Curcumin und seine Metaboliten können weitreichende gesundheitliche Wirkungen erzeugen, nicht nur durch die Beseitigung oder Verringerung der intestinalen Mikrobiom-Dysbiose im entfernten Dünndarm und im Dickdarm. Curcumin unterliegt enzymatischen Modifikationen durch Bakterien und bildet pharmakologisch aktivere Metaboliten als ihr Eltern-Curcumin. Die Zusammensetzung der Mikrobiota im Darm hat einen tiefgreifenden Einfluss auf die Biotransformation von Curcumin, die durch ihre Metabolitenproduktion einen signifikanten gesundheitlichen Einfluss von Curcumin aus der Nahrung haben kann.

Li et al. zeigten, dass der Metabolismus von Curcumin im Mikrobiom komplex ist und verschiedene Stadien durchläuft. Um die Rolle der Mikrobiota im Darm bei der Biotransformation von Curcumin zu bestätigen, wurden in jüngsten Forschungen die Hauptwege gefunden. Durch diese wurde Curcumin durch die menschliche Darmflora metabolisiert, um 23 verschiedene Metaboliten wie Reduktion, Methylierung, Demethoxylierung, Hydroxylierung und Acetylierung zu erhalten.[17]

Es wurde gezeigt, dass Tetrahydrocurcumin (THC), ein wichtiger Curcumin-Metabolit, gegen Neurodegeneration wirkt, Entzündungen und oxidativen Stress hemmt und eine Antitumoraktivität aufweist.[18] Solche Befunde können auf die Aktivierung der einflussreichen Freisetzung von Zytokinen, einschließlich Interleukin-6 (IL-6) und der Faktor-α (TNF-α) -Tumornekrose, zurückgeführt werden.

Es wird daher angenommen, dass Curcumin einen starken regulierenden Einfluss auf das Mikrobiom im Darm hat, was die Inkonsistenz zwischen der geringen Bioverfügbarkeit von Curcumin im Blutkreislauf und den allgemein berichteten pharmakologischen Ergebnissen klären kann.

Eine weitere Rolle von Kurkuma im fernen Magen-Darm-Trakt ist die starke Modulatorwirkung von Kurkuma auf das Mikrobiom im Darm. Die Verabreichung von Kurkuma verschiebt das Verhältnis zwischen nützlichem und pathogenem Mikrobiom signifikant, indem die Häufigkeit von Bifidobakterien, Laktobazillen und Butyrat produzierenden Bakterien erhöht und die Belastung von Prevotellaceae, Coriobacterales, Enterobakterien und Enterokokken verringert wird. Diese Veränderungen im Mikrobiom könnten die Immunmodulation und die Wirksamkeit von Kurkuma gegen Hyperlipidämie erklären, abgesehen von seiner entzündungshemmenden und antikolonotropen Karzinogenitätsaktivität.[15]

Die Ergebnisse verschiedener Studien legen nahe, dass Kurkuma als fördernde Faktoren für Wachstum, Proliferation (starke Vermehrung) oder Überleben von nützlichen Mitgliedern des Mikrobioms wirken kann. Eine Reihe von Mechanismen kann für die stimulierende Wirkung von Kurkuma verantwortlich sein. Der erste vorgeschlagene Mechanismus beruht auf der Fähigkeit einiger Mikroorganismen, Polyphenole als Substrate (Nährstoffoberfläche) zu verwenden. Außerdem wirken sich phenolische Verbindungen positiv auf den Bakterienverbrauch von Nährstoffen wie Zucker aus.[19]

Ein weiterer vorgeschlagener Mechanismus hängt von der erhöhten Häufigkeit bestimmter Laktobazillenstämme ab, die Magen-Darm-Krankheitserreger aufgrund der Produktion von Milchsäure, die die Invasion von Krankheitserregern in menschliche Epithelzellen beeinflusst, stark hemmen können.[20]

Kurkuma kann auch die Zusammensetzung des Mikrobioms verändern und nicht nur die Bakterienpopulationen des Darms regulieren, sondern auch die Fähigkeit von Darmbakterienstämmen, aus Curcumin selbst aktivere Verbindungen herzustellen. [10]
Kurkuma beeinflusst die verschiedenen Schichten der Darmbarriere und kann trotz geringer Absorption Stoffwechselerkrankungen wie Diabetes, Arteriosklerose und Nierenerkrankungen vorteilhaft modulieren.[21]

Kurkuma ist einer der wirksamsten Heilungsmodulatoren für das menschliche Mikrobiom.
Offensichtlich wird die therapeutische Aktivität von Kurkuma durch das Mikrobiom über immunologische Mechanismen beeinflusst.

Wichtiger gesundheitlicher Nutzen von Kurkuma

IMMUNMODULIERUNGSEFFEKT
Es ist mittlerweile bekannt, dass Darmmucine auch eine direktere Rolle bei der Bekämpfung von Krankheitserregern und Parasiten spielen und eine wichtige Rolle bei der koordinierten Immunantwort auf Infektionen spielen.[7]
Durch die Abtötung eindringender Krankheitserreger und die Produktion immunverstärkender Biochemikalien wie Transferfaktor und Lactoferrin sind nützliche Bakterien für 60-70% der Aktivität unseres Immunsystems verantwortlich. [22, 23] Dies ist besonders wichtig für Senioren, da die Kolonien von Darmbakterien mit zunehmendem Alter einen großen Teil ihrer Vitalität verlieren, was einen großen Teil der Vitalität des Immunsystems beeinträchtigt.
Kurkuma als Vollspektrum-Antioxidans stärkt das Immunsystem auf vielfältige Weise. Es ist ein starkes immunmodulatorisches Mittel, das die Aktivierung von T-Zellen, B-Zellen, Makrophagen, Neutrophilen, natürlichen Killerzellen und dendritischen Zellen modulieren kann.[24]

ANTI-KREBS-EFFEKT
Ungefähr 3.000 Studien haben sich mit den heilenden Wirkungen von Kurkuma bei Krebs befasst. Die Ergebnisse dieser Studien haben die deutsche, die österreichische und die amerikanische Gesellschaft für Onkologie veranlasst, Kurkuma für die Krebstherapie zu empfehlen. Bei fast jeder Krebsart wurden positive Effekte festgestellt.[25]
In jüngerer Zeit wurde festgestellt, dass Kurkuma über seine Wirkung auf eine Vielzahl von biologischen Pfaden, die an Mutagenese, Onkogenexpression, Zellzyklusregulation, Apoptose, Tumorentstehung und Metastasierung beteiligt sind, Antikrebsaktivitäten besitzt. Kurkuma hat bei mehreren Krebsarten eine antiproliferative Wirkung gezeigt und ist ein Inhibitor des Transkriptionsfaktors NF-κB und der nachgeschalteten Genprodukte (einschließlich c-myc, Bcl-2, COX-2, NOS, Cyclin D1, TNF-α, Interleukine und MMP-9). Darüber hinaus beeinflusst Curcumin eine Vielzahl von Wachstumsfaktorrezeptoren und Zelladhäsionsmolekülen, die am Tumorwachstum, der Angiogenese und der Metastasierung beteiligt sind.[26]
Es wurden mehr als 100 molekulare Ziele identifiziert, die Kurkuma modulieren kann, und bis zu 25 dieser Ziele werden durch direkte Bindung an Curcumin moduliert.[27]
Aufgrund dieser Eigenschaften ist es möglich, dass Kurkuma bei der Vorbeugung einer Vielzahl von Krebsarten [29] und als Antikrebsmittel [28, 29] hilfreich sein kann, indem es Tumorzellen direkt beeinflusst und Tumorzellen sowohl für Bestrahlung als auch für Chemotherapie sensibilisiert, einschließlich Darmkrebs, Brustkrebs, Prostata- und Gebärmutterhalskrebs, bösartige Hautkrankheiten usw.[15, 30, 31, 32, 33]
Es gibt zunehmende Hinweise darauf, dass die therapeutische Aktivität von Antikrebsmitteln einschließlich Kurkuma über pharmakodynamische und immunologische Mechanismen durch das Mikrobiom beeinflusst werden könnte.[33]

ANTI-ENTZÜNDLICHER EFFEKT
Zahlreiche Studien haben gezeigt, wie wichtig Kurkuma als starkes immunmodulatorisches Mittel in T-Zellen, B-Zellen, Neutrophilen, natürlichen Killerzellen, dendritischen Zellen und Makrophagen ist.[34] In dieser Hinsicht haben wir gezeigt, dass Curcumin bei menschlichen Neutrophilen Apoptose induziert.[35] Eine verzögerte Apoptose der Neutrophilen wurde mit einer akuten Lungenverletzung und Sepsis in Verbindung gebracht.[36, 37, 38]
Die entzündungshemmende Wirkung von Kurkuma wird höchstwahrscheinlich durch seine Fähigkeit vermittelt, Cyclooxygenase-2 (COX-2), Lipoxygenase (LOX) und induzierbare Stickoxidsynthase (iNOS) zu hemmen, wichtige Enzyme, die entzündliche Prozesse vermitteln. Da Entzündungen eng mit der Tumorförderung verbunden sind, wird erwartet, dass Kurkuma mit seiner starken entzündungshemmenden Eigenschaft chemopräventive Wirkungen auf die Karzinogenese ausübt.[39]

Mehrere Studien am Menschen zeigten, dass Kurkuma die vaskuläre Endothelfunktion bei gesunden Menschen verbessert, indem es die Bioverfügbarkeit (NO) erhöht und oxidativen Stress reduziert.[10]

Die Medizin ist sich endlich einig über die entzündliche Bildung der atherosklerotischen Plaques, die den Hauptverlauf für vorzeitiges Altern und Tod darstellt. Schlaganfälle, Myokardinfarkte und Erkrankungen der peripheren Arterien gehören in der modernen Gesellschaft zu den häufigsten Todesursachen. Dazu gehören chronische Entzündungen der Intima der Blutgefäße, die durch Insulinresistenz infolge von Essstörungen, ruhenden Entzündungserregern, Immunschwäche usw. unterstützt werden. Die systematische vorbeugende Verwendung von Kurkuma enthaltenden Lebensmitteln in Kombination mit anderen Methoden scheint die beste Alternative zu Millionen von CABG (Coronary Arteries Bypass Grafting) zu sein, eine Intervention am offenen Herzen, die wir jährlich durchführen, um die Lebensdauer von Patienten mit fortgeschrittenen Fällen zu verlängern.

NEUROPROTEKTIVER EFFEKT
Mehrere Berichte legen nahe, dass eine beeinträchtigte Mikrobiom-Dysbiose ein wichtiger Co-Faktor bei der Alzheimer-Krankheit (AD) darstellen kann [40, 41] und als frühe Biomarker bei der Parkinson-Krankheit (PD) und der Huntington-Krankheit (HD) angesehen werden kann.
Die für die Neurodegeneration verantwortlichen Mechanismen sind noch nicht vollständig aufgeklärt. Oxidativer Stress* und Entzündungen gelten jedoch als Haupteffektoren.[42, 43, 44]
(* ein Ungleichgewicht zwischen der Menge der produzierten reaktiven Sauerstoffspezies (ROS) und den zellulären Abwehrmechanismen, die sie neutralisieren.)

Curcumin übt eine neuroprotektive Rolle aus, indem es freie Radikale direkt oder indirekt abfängt. Tatsächlich erhöht Curcumin die Superoxiddismutase (SOD)-Aktivität signifikant [45], eines der wichtigsten antioxidativen Enzyme, das Superoxid in Wasserstoffperoxid und Sauerstoff dismutieren kann. Somit scheint die neuroprotektive Aktivität von Kurkuma mit der Fähigkeit der natürlichen Verbindung in Zusammenhang zu stehen, das OS in Neuronen direkt oder indirekt zu hemmen.

Verschiedene Studien zeigten, dass Curcumin die Gesundheit des Gehirns begünstigt, indem es bestimmte Signalwege moduliert, wie z. B. den PI3K / Akt-Weg (Phosphatidylinositol-3-Kinase / Proteinkinase B), den AMP-Weg (AMP-aktiviertes Protein), den MAPK-Weg (Mitogen-Activated Protein Kinase) / Akt-Wege [46, 47, 48]

Zur Vorbeugung und Behandlung der Alzheimer-Krankheit wurde gezeigt, dass Curcumin die normale Struktur und Funktion von Gehirngefäßen, Mitochondrien und Synapsen wirksam aufrechterhält, wodurch Risikofaktoren für eine Vielzahl chronischer Krankheiten verringert, das Risiko für das Auftreten der Alzheimer-Krankheit verringert werden [51] und eine ordnungsgemäße Mikrobiom-Darm-Gehirn-Achse aufrechterhalten wird.
Die Wirkung von Curcumin auf die Alzheimer-Krankheit hängt mit der Modulation mehrerer Signalwege, seinen Anti-Amyloid- und Metall-Eisen-Chelat-Eigenschaften, seiner Antioxidation und seinen entzündungshemmenden Aktivitäten zusammen.[50, 51]

Vorsichtsmaßnahmen

Wie viel Kurkuma kann ein gesunder Bürger täglich konsumieren? Solche Fragen werden von den Behörden für Lebensmittelsicherheit abgeklärt. Hier sehen Sie ihre Ergebnisse:

Curcumin wurde vom Joint FAO / WHO-Expertenausschuss für Lebensmittelzusatzstoffe (JECFA) und vom Wissenschaftlichen Lebensmittelausschuss der EU (SCF) bewertet.

„Das Gremium kam zu dem Schluss, dass die vorliegende Datenbank einen ADI-Wert von 3 mg/kg KG/Tag unterstützt, basierend auf dem NOAEL-Wert von 250-320 mg/kg KG/Tag aus der Reproduktionstoxizitätsstudie für eine verringerte Körpergewichtszunahme in der F2-Generation, die bei der höchsten Dosis beobachtet wurde und einen Unsicherheitsfaktor von 100 enthält.“[52]

Um dieses Zitat zu verstehen, finden Sie hier eine kurze Erläuterung der verwendeten Begriffe und Abkürzungen:

  • – ADI (englisch «Acceptable Daily Intake», deutsch «akzeptable tägliche Aufnahme» oder «Erlaubte Tages-Dosis» (ETD) bezeichnet die Dosis einer Substanz, wie etwa eines Lebensmittelzusatzstoffs, Pestizids oder eines Medikaments, die bei lebenslanger täglicher Einnahme als medizinisch unbedenklich betrachtet wird und über ein Leben lang ohne nennenswertes Gesundheitsrisiko aufgenommen werden kann. ADIs werden normalerweise in Milligramm (der Substanz) pro Kilogramm Körpergewicht pro Tag ausgedrückt.
  • – 3 mg/kg KG/Tag bedeutet 3 Milligramm pro kg Körpergewicht pro Tag
  • – Der NOAEL-Wert («No-Observed-Adverse-Effect Level», deutsch «Kein beobachteter Nebenwirkungsgrad») bezeichnet den durch Experimente oder Beobachtungen ermittelten Expositionsgrad eines Organismus, bei dem die Häufigkeit oder Schwere von Nebenwirkungen des getesteten Protokolls nicht biologisch oder statistisch signifikant zunimmt. NOAEL ist ein toxikologischer Endpunkt in der Toxizitätsbestimmung. Der NOAEL entspricht der höchsten Dosis oder Expositionskonzentration eines Stoffes in subchronischen oder chronischen Studien, bei der keine signifikant erhöht schädigenden, behandlungsbedingten Befunde in Morphologie, Funktion, Wachstum, Entwicklung oder Lebensdauer beobachtet werden.
  • – 250-320 mg/kg KG/Tag bedeutet 250-320 Milligramm pro kg Körpergewicht pro Tag
  • – Der Unsicherheitsfaktor 100 bedeutet, dass der NOAEL-Wert durch 100 geteilt wird, um den ADI-Wert zu erhalten. Das Konzept des Unsicherheitsfaktors ist in die Bewertung des Gesundheitsrisikos für alle Aspekte der öffentlichen Gesundheitspraxis integriert.
  • – Bei Curcumin wurde mit einer Studie der NOAEL-Wert ermittelt (250-320 mg/kg KG/Tag), dann durch 100 geteilt und so der ADI-Wert bestimmt (3 mg/kg KG/Tag)

Das Gremium stimmte JECFA auch zu, dass Curcumin nicht krebserregend ist, und dies beseitigt die Bedenken hinsichtlich der Genotoxizität. Auch waren die beobachteten Effekte nicht dosisabhängig.

Um diese Werte in das Leben einer echten Person zu übertragen, die angenommen 70 kg wiegt, bedeutet der ADI-Wert eine akzeptable tägliche Curcuminaufnahme von 3 mg x 70 kg Körpergewicht = 210 mg Curcumin täglich. Der NOAEL-Wert für eine 70 kg wiegende Person kann so gefunden werden: 70 x 250-320 mg = 17’500 – 22’400 mg/Tag = 17,5 – 22,4 g Curcumin/Tag.

Nun interessiert uns ja, wie viel Kurkuma ein gesunder Mensch täglich konsumieren kann. Die gesamte Kurkuma-Wurzel enthält etwa 5% Curcumin, so dass der ADI-Wert für Kurkuma 20 x 210 mg = 4200 mg oder 4,2 g beträgt. Der ADI-Wert ist 100-mal geringer als der NOAEL-Wert (No-Observed Adverse-Effect Level) von 448 g Kurkuma. Der NOAEL-Wert besagt, dass bei einer 70 kg wiegenden gesunden Versuchsperson bei einer täglichen Einnahme von 448 g Kurkuma keine signifikant erhöhten schädigende Befunde in Morphologie, Funktion, Wachstum, Entwicklung oder Lebensdauer beobachtet werden könnten. Um nun ganz sicher zu gehen, teilt man diesen Wert durch 100 und erhält damit einen ADI-Wert / ETD-Wert von 4,2 g Kurkuma, die über ein Leben lang ohne nennenswertes Gesundheitsrisiko täglich aufgenommen werden können.Hier ist eine Zusammenfassung dieser wichtigen Zahlen:

Curcumin:
   No-Observed-Adverse-Effect-Level (NOAEL) 250 – 320 mg/kg Körpergewicht/Tag
   Akzeptable tägliche Aufnahme (ADI)/Erlaubte Tages-Dosis (ETD) 3 mg/kg Körpergewicht/Tag
   Für eine Person mit 70 kg:
   No-Observed-Adverse-Effect-Level (NOAEL) 17’500 – 22’400 mg/Tag
   Akzeptable tägliche Aufnahme (ADI)/Erlaubte Tages-Dosis (ETD) 210 mg/kg Körpergewicht/Tag

Kurkuma:
   No-Observed-Adverse-Effect-Level (NOAEL) 5000 – 6400 mg/kg KG/Tag
   Akzeptable tägliche Aufnahme (ADI)/Erlaubte Tages-Dosis (ETD) 60 mg/kg Körpergewicht/Tag
   Für eine Person mit 70 kg:
   No-Observed-Adverse-Effect-Level (NOAEL) 350’000 – 448’000 mg/Tag = 350 – 448 g/Tag
   Akzeptable tägliche Aufnahme (ADI)/Erlaubte Tages-Dosis (ETD) 4’200 mg/Tag = 4,2 g/Tag

In Bezug auf Kurkuma-Nebenwirkungen berichteten zugelassene Stellen wie die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA), die US-amerikanische Lebensmittel- und Arzneimittelbehörde (FDA), das Expertengremium für Lebensmittelzusatzstoffe der Vereinten Nationen und der Weltgesundheitsorganisation, dass Curcumin allgemein anerkannt ist als Sicher (GRAS) mit tolerierbaren und sicheren Dosen zwischen 4000 und 8000 mg/Tag = 4 – 8 g/Tag.[53] (GRAS-Mitteilung der FDA, 2018).

In der Datenbank des niederländischen Pharmakovigilanz-Zentrums LAREB wurden keine unerwünschten Ereignisse für Curcuma longa gemeldet.
Kurkuma ist in der Regel auch in großen Mengen nebenwirkungsfrei. In einigen seltenen Fällen kann es jedoch zu leichten Symptomen wie Übelkeit, trockener Mund, Magen-Darm-Beschwerden und Blähungen kommen, die leicht selbst reguliert werden können. Es wurden keine schwerwiegenden Nebenwirkungen berichtet.

In einer Phase-II-Studie wurde bei Patienten mit Ulkuskrankheit nach 5-maliger oraler Einnahme von 600 mg Curcumin eine gastro-protektive Wirkung beobachtet (Prucksun et al., 2001). Daher wurde in der Monographie keine Kontraindikation für Zwölffingerdarm- / Magengeschwüre aufgenommen.

Kurkuma kann mit NSAIDs (nichtsteroidalen entzündungshemmenden Arzneimitteln), Thrombozytenaggregationshemmern oder Antihyperlipidämika interagieren, und in einem Fallbericht wird die Interaktion mit Warfarin erwähnt. Diese Ergebnisse basieren hauptsächlich auf In-vitro-Daten, Tierstudien oder Einzelfallberichten. Weitere Studien sind erforderlich, um die klinische Bedeutung dieser potenziellen Wechselwirkungen zu bestätigen und zu bewerten.

Die Sicherheit während der Schwangerschaft und Stillzeit wurde nicht nachgewiesen. Da jedoch bekannt ist, dass Curcumin und / oder Metaboliten durch Laktation auf Säuglinge übertragen werden (Singh et al., 1995), wird nicht empfohlen, Curcuma longa oder Präparate davon während des Stillens zu verwenden. Kurkuma ist wahrscheinlich sicher, wenn es während der Schwangerschaft oder Stillzeit in normalen Nahrungsmengen oral eingenommen wird. Es wird jedoch immer empfohlen, während der Schwangerschaft Ihren Arzt oder Heilpraktiker zu konsultieren, da Kurkuma die Gebärmutter stimulieren kann, wodurch die Schwangerschaft gefährdet werden kann.

Aufgrund fehlender Daten kann die Anwendung von Curcuma longa bei Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren nicht empfohlen werden.

Kurkuma kann die Blutgerinnung verlangsamen und das Risiko von Blutergüssen und Blutungen bei Menschen mit Blutungsstörungen oder solchen, die Antikoagulanzien einnehmen, erhöhen.[54] Kurkuma kann während und nach der Operation zusätzliche Blutungen verursachen. Um auf der sicheren Seite zu sein, wird daher empfohlen, die Verwendung von Kurkuma zwei Wochen vor einer geplanten Operation abzubrechen.

Da Kurkuma die Gallenaktivität stimuliert, kann es bei Patienten mit Gallensteinerkrankungen oder einer Gallengangobstruktion möglicherweise zu Gallenblasenproblemen kommen.

Obwohl Kurkuma sehr sicher ist und für gesunde Erwachsene keine Probleme darstellt, ist es bei einer Erkrankung immer ratsam, Ihren Arzt oder Heilpraktiker bezüglich der Dosierung und möglicher Nebenwirkungen zu konsultieren, bevor Sie Kurkuma-Produkte verwenden.

Pfeffer mit seinem Wirkstoff Piperin als Komplementärmittel in Kurkuma-Formulierungen

Es gibt einige Gründe für eine harmonische Kombination von Kurkuma mit schwarzem Pfeffer, so dass sein Bestandteil Piperin zusätzlich wirken kann (1) und auch signifikante positive Veränderungen im Mikrobiom befördert (2).
Hier geht es also nicht um die Fähigkeit von Piperin, den Curcumin-Metabolismus in der Leber zu hemmen, um die systemische Bioverfügbarkeit von Curcumin im Blutstrom zu verbessern. Für den natürlichen Lebensmittelkonsum ist dies kein angestrebter Mechanismus, da die intestinale Absorption von Curcumin- und Piperinpartikeln aus dem Darm in den Blutkreislauf recht gering ist und wir viel mehr Interesse haben an der Wirkungsweise über die normale, natürliche Ernährung.

Biologische Aktivitäten und Mechanismen von Piperin (1)
Ähnlich wie Curcumin weist Piperin an sich eine Vielzahl biologischer Eigenschaften auf. Darunter sind: Entzündungshemmende Wirkung [55, 56], Antimykotikum [57], Antioxidans [58-63], Antimetastatikum [64], Antimutagenikum [65–68], Antitumor [67, 69-70], Antidepressivum [71-73], Thrombozytenaggregationshemmer [74] und hepatoprotektive Aktivität.[75] Außerdem erhöht Piperin die Absorption von Selen um 42% und Vitamin C um 50%. Piperin verbessert die Eisenaufnahme; Resveratrol; Vitamin B6; β-Carotin; Proteine ​​im Allgemeinen.

Piperin-Einfluss auf das Mikrobiom (2)
Es hat sich gezeigt, dass Piperin signifikante positive Veränderungen des Mikrobiom-Profils fördert.
Alle oben genannten biologischen Wirkungen von Piperin [55-75] sind nicht auf die systemische Absorption von Piperin zurückzuführen, sondern auf indirekte intra-luminale Wirkungen, einschließlich seines Einflusses auf das Mikrobiom. Hunderte von Mikrobiom-Enzyme sind an der Biotransformation von Piperin beteiligt, was zu einer Vielzahl von gesundheitlichen Auswirkungen führt.[76, 77, 78] Die obige Konzeption ist hochinteressant uns wird natürlich Gegenstand weiterer wissenschaftlicher Studien sein.
Es hat sich gezeigt, dass Piperin-Extrakte das Wachstum des Mikrobioms im Darm wesentlich fördern. Einige Studien untersuchten die Auswirkungen von schwarzem Pfeffer auf Kotkulturen in vitro (CTP, unveröffentlichte Daten). Sie beobachteten signifikante Veränderungen der Mikrobiom-Profile. Die relevanteste Änderung der mikrobiellen Zusammensetzung war die Zunahme der Häufigkeit von Lactobacillaceae und Acetobacteraceae in den pfefferhaltigen Diäten… [77, 78]

Schwarzer Pfeffer stellt zum Würzen von Lebensmitteln kein Gesundheitsrisiko dar. Die bisherigen wissenschaftlichen Erkenntnisse stimmen darin überein, dass schwarzer Pfeffer ein harmonischer Bestandteil von Kurkuma -Zubereitungen ist.


References / Literaturverzeichnis

[1] Angelo Siviero, Eugenia Gallo, Valentina Maggini et al. Curcumin, a golden spice with a low bioavailability. Journal of Herbal Medicine, Volume 5, Issue 2, June 2015, Pages 57-70
[2] Mary CP, Vijayakumar S, Shankar R. Metal chelating approach. J Mol Graph Model. 2018;79:1–14. 29127853. Available from: 10.1016/j.jmgm.2017.10.022.
[3] Shi LY, Zhang L, Li H, Liu TL, Lai JC, Wu ZB. Protective effects of Curcumin on acrolein-induced neurotoxicity in HT22 mouse hippocampalcells. Pharmacol Reports . 2018;70(5):1040–1046. Available from: 10.1016/j.pharep.2018.05.006.
[4]Alisi IO, Uzairu A, Abechi SE, Idris SO. Evaluation of the antioxidant properties of curcumin derivatives by genetic function algorithm. J Adv Res. 2018;12:47–54. 30050693.
[5] Mahmoud AA, Abdelrahman A, el Aziz HOA. Protective effects of curcumin on the liver of high fat diet-fed rats. Gene Rep. 2018;11(January):18–22.
[6] Sahdeo Prasad, PhD, Amit K. Tyagi, PhD, and Bharat B. Aggarwal, PhD Recent Developments in Delivery, Bioavailability, Absorption and Metabolism of Curcumin: the Golden Pigment from Golden Spice; Cancer Res Treat. 2014 Jan; 46(1): 2–18.
[7] Benoit Chassaing, Manish Kumar, et al. Mammalian Gut Immunity, Biomed J. 2014 Sep-Oct; 37(5): 246–258.
[8] Ayman El-Kattan and Manthena Varma. Oral Absorption, Intestinal Metabolism and Human Oral Bioavailability. Published: February 22nd 2012
[9] Aggarwal BB, Kumar A, Bharti AC: Anticancer potential of curcumin: Preclinical and clinical studies. Anticancer Res 23(1A):363–398, 2003.
[10] Francesco Di Meo et al. Curcumin, Gut Microbiome, and Neuroprotection. Review. Nutrients 2019, 11(10), 2426;
[11] Parkos CA, Colgan SP, Liang TW, Nusrat A, Bacarra AE, Carnes DK, et al. CD47 mediates post-adhesive events required for neutrophil migration across polarized intestinal epithelia. J Cell Biol. 1996;132:437–50. 
[12] Colgan SP, Parkos CA, Delp C, Arnaout MA, Madara JL. Neutrophil migration across cultured intestinal epithelial monolayers is modulated by epithelial exposure to IFN-gamma in a highly polarized fashion. J Cell Biol. 1993;120:785–98. 
[13] Gallo RL, Hooper LV. Epithelial antimicrobial defense of the skin and intestine. Nat Rev Immunol. 2012;12:503–16.
[14] Mowat AM, Bain CC. Mucosal macrophages in intestinal homeostasis and inflammation. J Innate Immun. 2011;3:550–64. 
[15] Wissam Zam, Gut Microbiome as a Prospective Therapeutic Target for Curcumin: A Review of Mutual Influence; J NutrMetab. 2018; 2018: 1367984.
[16] Carvalho FA, Aitken JD, Vijay-Kumar M, Gewirtz AT. Toll-like receptor-gut Microbiome interactions: Perturb at your own risk! Annu Rev Physiol. 2012;74:177–98.
[17] A. Asai and T. Miyazawa, “Occurrence of orally administered curcuminoid as glucuronide and glucuronide/sulfate conjugates in rat plasma,” Life Sciences, vol. 67, no. 23, pp. 2785–2793, 2010.
[18] J. C. Wu, M. L. Tsai, C. S. Lai, Y. J. Wang, C. T. Ho, and M. H. Pan, “Chemopreventative effects of tetrahydrocurcumin on human diseases,” Food and Function, vol. 5, no. 1, pp. 12–7, 2014.
[19] Strimpakos A. S., Sharma R. A. Curcumin: preventive and therapeutic properties in laboratory studies and clinical trials. Antioxidants and Redox Signaling. 2008;10(3):511–545. doi: 10.1089/ars.2007.1769.
[20] Gotteland M., Andrews M., Toledo M., et al. Modulation of Helicobacter pylori colonization with cranberry juice and Lactobacillus johnsonii La1 in children. Nutrition. 2008;24(5):421–426. doi: 10.1016/j.nut.2008.01.007.
[21] Siddhartha S. Ghosh, Hongliang He, Jing Wang, et al. Curcumin-mediated regulation of intestinal barrier function: The mechanism underlying its beneficial effects. Journal
Tissue Barriers, Volume 6, 2018.
[22] Vighi G, Marcucci F, Sensi L, et al. Allergy and the gastrointestinal system. ClinExp Immunol.2008;153(Suppl 1):3-6.
[23] Holmgren J, Czerkinsky C, Lycke N, et al. Mucosal immunity: implications for vaccine development. Immunobiology. 1992;184(2-3):157-79.
[24] Jagetia GC, Aggarwal BB. “”Spicing up” of the immune system by curcumin.” J Clin Immunol. 2007; 27(1):19–35.
[25] Bharat B. Aggarwal, PhD, DebraBarton, PhD, RN, Susan Bauer-Wu, PhD, RN, Curcumin. April 10, 2010
[26] Wilken, Reason & Mysore, Veena & Wang, et al. Curcumin: a review of anti-cancer properties and therapeutic activity in head and neck squamous cell carcinoma. Mol Cancer 10:12. Molecular cancer. 10. 12. 10.1186/1476-4598-10-12.
[27] Aggarwal BB, Sung B: Trends Pharmacol Sci 30(2):85–94, 2009.
[28] Ravindran J, Prasad S, Aggarwal BB: Curcumin and cancer cells: How many ways can curry kill tumor cells selectively? Aaps J 11(3):495–510, 2009.
[29] Kunnumakkara AB, Anand P, Aggarwal BB: Curcumin inhibits proliferation, invasion, angiogenesis and metastasis of different cancers through interaction with multiple cell signaling proteins. Cancer Lett 269(2):199–225, 2008.
[30] Dorai T, Aggarwal BB: Role of chemopreventive agents in cancer therapy. Cancer Lett 215(2):129–140, 2004.
[31] Kunnumakkara AB, Guha S, Krishnan S, et al: Curcumin potentiates antitumor activity of gemcitabine in an orthotopic model of pancreatic cancer through suppression of proliferation, angiogenesis, and inhibition of nuclear factor-kappa B-regulated gene products. Cancer Res 67(8):3853–3861, 2007.
[32] Kunnumakkara AB, Diagaradjane P, Guha S, et al: Curcumin sensitizes human colorectal cancer xenografts in nude mice to gamma-radiation by targeting nuclear factor-kappa B-regulated gene products. Clin Cancer Res 14(7):2128–2136, 2008.
[33] Iida N., Dzutsev A., Stewart C. A., et al. Commensal bacteria control cancer response to therapy by modulating the tumor microenvironment. Science. 2013;342(6161):967–970. doi: 10.1126/science.1240527
[34] Jagetia GC, Aggarwal BB. “Spicing up” of the immune system by curcumin. Journal of Clinical Immunology. 2007;27(1):19–35.
[35] Hu M, Du Q, Vancurova I, et al. Proapoptotic effect of curcumin on human neutrophils: activation of the p38 mitogen-activated protein kinase pathway. Critical Care Medicine. 2005;33(11):2571–2578.
[36] Angus DC, Linde-Zwirble WT, Lidicker J, Clermont G, Carcillo J, Pinsky MR. Epidemiology of severe sepsis in the United States: analysis of incidence, outcome, and associated costs of care. Critical Care Medicine. 2001;29(7):1303–1310. 
[37] Ayala A, Chung C-S, Lomas JL, et al. Shock-induced neutrophil mediated priming for acute lung injury in mice: divergent effects of TLR-4 and TLR-4/FasL deficiency. American Journal of Pathology. 2002;161(6):2283–2294. 
[38] Taneja R, Parodo J, Jia SH, Kapus A, Rotstein OD, Marshall JC. Delayed neutrophil apoptosis in sepsis is associated with maintenance of mitochondrial transmembrane potential and reduced caspase-9 activity. Critical Care Medicine. 2004;32(7):1460–1469. 
[39] Menon VP, Sudheer AR. Antioxidant and anti-inflammatory properties of curcumin.
Review Adv Exp Med Biol. 2007;595:105-25.
[40] Harach, T.; Marungruang, N.; Duthilleul, N.; Cheatham, V.; Mc Coy, K.D.; Frisoni, G.; Neher, J.J.; Fåk, F.; Jucker, M.; Lasser, T.; et al. Reduction of Abeta amyloid pathology in APPPS1 transgenic mice in the absence of gut Microbiome. Sci. Rep. 2017, 7, 41802.
[41] Wu, J.H.; Guo, Z.; Kumar, S.; Lapuerta, P. Incidence of serious upper and lower gastrointestinal events in older adults with and without Alzheimer’s disease. J. Am. Geriatr. Soc. 2011, 59, 2053–2061.
[42] Bors, W.; Heller, W.; Michel, C.; Saran, M. Flavonoids as antioxidants: Determination of radical-scavenging efficiencies. Methods Enzymol. 1990, 186, 343–355.
[43] Amić, D.; Davidović-Amić, D.; Beslo, D.; Rastija, V.; Lucić, B.; Trinajstić, N. SAR and QSAR of the antioxidant activity of flavonoids. Curr. Med. Chem. 2007, 14, 827–845.
[44] Smolensky, D.; Rhodes, D.; McVey, D.S.; Fawver, Z.; Perumal, R.; Herald, T.; Noronha, L. High-polyphenol sorghum bran extract inhibits cancer cell growth through ROS induction, cell cycle arrest, and apoptosis. J. Med. Food 2018, 21, 990–998.
[45] Samarghandian, S.; Azimi-Nezhad, M.; Farkhondeh, T.; Samini, F. Anti-oxidative effects of curcumin on immobilization-induced oxidative stress in rat brain, liver and kidney. Biomed. Pharmacother. 2017, 87, 223–229.
[46] Wu, J.; Li, Q.; Wang, X.; Yu, S.; Li, L.; Wu, X.; Chen, Y.; Zhao, J.; Zhao, Y. Neuroprotection by curcumin in ischemic brain injury involves the Akt/Nrf2 pathway. PLoS ONE 2013, 8, e59843.
[47] Li, Y.; Li, J.; Li, S.; Wang, X.; Liu, B.; Fu, Q.; Ma, S. Curcumin attenuates glutamate neurotoxicity in the hippocampus by suppression of ER stress-associated TXNIP/NLRP3 inflammasome activation in a manner dependent on AMPK. Toxicol. Appl. Pharmacol. 2015, 286, 53–63.
[48] Fu, Z.; Yang, J.; Wei, Y.; Li, J. Effects of piceatannol and pterostilbene against β-amyloid-induced apoptosis on the PI3K/Akt/Bad signaling pathway in PC12 cells. Food Funct. 2016, 7, 1014–1023.
[49] Chen, M.; Du, Z.Y.; Zheng, X.; Li, D.L.; Zhou, R.P.; Zhang, K. Use of curcumin in diagnosis, prevention, and treatment of Alzheimer’s disease. Neural Regen. Res. 2018, 13, 742–752.
[50] Pinkaew, D.; Changtam, C.; Tocharus, C.; Thummayot, S.; Suksamrarn, A.; Tocharus, J. Di-O-demethylcurcumin protects SK-N-SH cells against mitochondrial and endoplasmic reticulum-mediated apoptotic cell death induced by Aβ25-35. Neurochem. Int. 2015, 80, 110–119.
[51] Wu, A.; Noble, E.E.; Tyagi, E.; Ying, Z.; Zhuang, Y.; Gomez-Pinilla, F. Curcumin boosts DHA in the brain: Implications for the prevention of anxiety disorders. Biochim. Biophys. Acta 2015, 1852, 951–961.
[52] Scientific Opinion on the re-evaluation of curcumin (E 100) as a food additive1 EFSA Panel on Food Additives and Nutrient Sources added to Food (ANS)2, 3 European Food Safety Authority (EFSA), Parma, Italy. EFSA Journal 2010; 8(9):1679
[53] Basnet P, Skalko-Basnet N. Curcumin: an anti-inflammatory molecule from a curry spice on the path to cancer treatment. Molecules. 2011;16(6):4567–98. 21642934.
[54] Kim DC1, Ku SK, Bae JS., Anticoagulant activities of curcumin and its derivative. BMB Rep. 2012 Apr; 45 (4):221-6.
[55] Mujumdar AM, Dhuley JN, Deshmukh VK, Raman PH, Naik SR. Anti-inflammatory activity of piperine. Japanese Journal of Medical Science and Biology. 1990;43(3):95–100. 
[56] Kumar S, Singhal V, Roshan R, Sharma A, Rembhotkar GW, Ghosh B. Piperine inhibits TNF-α induced adhesion of neutrophils to endothelial monolayer through suppression of NF-κB and IκB kinase activation. European Journal of Pharmacology. 2007;575(1–3):177–186.
[57] Navickiene HMD, Alécio AC, Kato MJ, et al. Antifungal amides from Piper hispidum and Piper tuberculatum . Phytochemistry. 2000; 55(6):621–626. 
[58] Mittal R, Gupta RL. in vitro antioxidant activity of piperine. Methods and Findings in Experimental and Clinical Pharmacology. 2000;22(5):271–274. 
[59] Naidu KA, Thippeswamy NB. Inhibition of human low density lipoprotein oxidation by active principles from spices. Molecular and Cellular Biochemistry. 2002;229(1-2):19–23. 
[60] Vijayakumar RS, Surya D, Nalini N. Antioxidant efficacy of black pepper (Piper nigrum L.) and piperine in rats with high fat diet induced oxidative stress. Redox Report. 2004;9(2):105–110.
[61] Gülçin I. The antioxidant and radical scavenging activities of black pepper (Piper nigrum) seeds. International Journal of Food Sciences and Nutrition. 2005;56(7):491–499. 
[62] Selvendiran K, Padmavathi R, Magesh V, Sakthisekaran D. Preliminary study on inhibition of genotoxicity by piperine in mice. Fitoterapia. 2005;76(3-4):296–300. 
[63] Jain N, Mishra RN. Antioxidant activity of Trikatu megaExt. International Journal of Research in Pharmaceutical and Biomedical Sciences. 2011;2:624–624. [Google Scholar]
[64] Pradeep CR, Kuttan G. Effect of piperine on the inhibition of lung metastasis induced B16F-10 melanoma cells in mice. Clinical and Experimental Metastasis. 2002;19(8):703–708. 
[65] El Hamss R, Idaomar M, Alonso-Moraga A, Muñoz Serrano A. Antimutagenic properties of bell and black peppers. Food and Chemical Toxicology. 2003;41(1):41–47. 
[66] Selvendiran K, Banu SM, Sakthisekaran D. Oral supplementation of piperine leads to altered phase II enzymes and reduced DNA damage and DNA-protein cross links in Benzo(a)pyrene induced experimental lung carcinogenesis. Molecular and Cellular Biochemistry. 2005;268(1-2):141–147. 
[67] Srinivasan K. Black pepper and its pungent principle-piperine: a review of diverse physiological effects. Critical Reviews in Food Science and Nutrition. 2007;47(8):735–748. 
[68] Wongpa S, Himakoun L, Soontornchai S, Temcharoen P. Antimutagenic effects of piperine on cyclophosphamide-induced chromosome aberrations in rat bone marrow cells. Asian Pacific Journal of Cancer Prevention. 2007;8(4):623–627. 
[69] Sunila ES, Kuttan G. Immunomodulatory and antitumor activity of Piper longum Linn. and piperine. Journal of Ethnopharmacology. 2004;90(2-3):339–346.
[70] Manoharan S, Balakrishnan S, Menon VP, Alias LM, Reena AR. Chemopreventive & efficacy of curcumin and piperine during 7,12-dimethylbenz (a)anthracene-induced hamster buccal pouch carcinogenesis. Singapore Medical Journal. 2009; 50(2):139–146. 
[71] Lee SA, Hong SS, Han XH, et al. Piperine from the fruits of Piper longum with inhibitory effect on monoamine oxidase and antidepressant-like activity. Chemical and Pharmaceutical Bulletin. 2005;53(7):832–835. 
[72] Li S, Wang C, Wang M, Li W, Matsumoto K, Tang Y. Antidepressant like effects of piperine in chronic mild stress treated mice and its possible mechanisms. Life Sciences. 2007;80(15):1373–1381. 
[73] Wattanathorn J, Chonpathompikunlert P, Muchimapura S, Priprem A, Tankamnerdthai O. Piperine, the potential functional food for mood and cognitive disorders. Food and Chemical Toxicology. 2008;46(9):3106–3110. 
[74] Park BS, Son DJ, Park YH, Kim TW, Lee SE. Antiplatelet effects of acidamides isolated from the fruits of Piper longum L. Phytomedicine. 2007;14(12):853–855. 
[75] Matsuda H, Ninomiya K, Morikawa T, Yasuda D, Yamaguchi I, Yoshikawa M. Protective effects of amide constituents from the fruit of Piper chaba on d-galactosamine/TNF-α-induced cell death in mouse hepatocytes. Bioorganic and Medicinal Chemistry Letters. 2008;18(6):2038–2042.
[76] Lu QY, Summanen PH, Lee RP, et al. Prebiotic potential and chemical composition of seven culinary spice extracts. J Food Sci. 2017;82:1807–1813. doi:10.1111/1750-3841.13792
[77] Marleny Garcia-Lozano et al. Effect of Pepper-Containing Diets on the Diversity and Composition of Gut Microbiome of Drosophila melanogaster, International Journal of Molecular Sciences 21(3), January 2020.
[78] Valder Cechinel Filho. Natural Products as Source of Molecules with Therapeutic Potentials.

Alle Soyana-Lebensmittel sind erhältlich:
Am liebsten
im guten BIOFACHHANDEL
(Man muss vielleicht fragen…)
Im SACRED Restaurant mit VEGELATERIA, Müllerstr. 64, 8004 Zürich
Nach schriftlicher Vorbestellung Abholung in der Produktion in Schlieren: bestellung@soyana.ch